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Whitepaper · SAP-Sicherheit 2026

Dein größtes SAP-Risiko 2026 ist nicht das System

Wie Identitäten, Cloud-Verbindungen, Schnittstellen und KI-Agenten die Angriffsfläche moderner SAP-Landschaften verändern – und welche Kontrollen Unternehmen jetzt priorisieren sollten.

Kurzantwort Die zentrale These unseres Whitepapers lautet: Das entscheidende SAP-Sicherheitsrisiko entsteht 2026 zunehmend an den Vertrauensgrenzen rund um das Kernsystem. Menschliche und technische Identitäten, hybride Cloud-Verbindungen und autonome KI-Agenten können Berechtigungen und Datenzugriffe über klassische Systemgrenzen hinweg ausweiten.
Redaktioneller Stand: August 2026 Identitäten · Cloud · KI · Governance
IBS Schreiber Whitepaper SAP Risiken 2026
Neue Risikolage verstehen Vertrauensgrenzen statt nur Kernsystem
Identitäten bewerten Menschlich, technisch und autonom
Prüfpfad anwenden Vier Felder für die Praxis
Maßnahmen priorisieren Sechs konkrete nächste Schritte
Die Kernfrage

Was ist 2026 das größte SAP-Sicherheitsrisiko?

Ein technisch gut abgesichertes SAP-System allein reicht nicht mehr aus. Die reale Angriffsfläche entsteht zunehmend dort, wo SAP mit anderen Identitäten, Plattformen und Systemen interagiert.

Dazu gehören überprivilegierte Benutzer, verwaiste technische Konten, Cloud- und API-Verbindungen, externe Identity Provider, automatisierte Workflows und KI-Agenten mit Zugriff auf geschäftskritische Daten und Transaktionen.

Entscheidend ist daher nicht nur die Frage „Ist unser SAP-System sicher?“, sondern: Wer oder was kann heute über welche Vertrauensbeziehung auf welche SAP-Prozesse zugreifen – und wer überprüft diese Zugriffe?

 

Drei Risikoschichten

Warum entstehen SAP-Risiken heute besonders an Vertrauensgrenzen?

Die wichtigsten Kontrollschichten liegen dort, wo Identitäten, Cloud-Verantwortung und autonome digitale Akteure aufeinander treffen.

Identitäten werden zum zentralen Schutzwall

Nicht nur Mitarbeitende besitzen Berechtigungen. Technische Benutzer, Servicekonten, Anwendungen und Schnittstellen sind ebenfalls Identitäten – oft mit weitreichenden Zugriffen.

Zielbild: zentrale Identitätsverwaltung, MFA für kritische Zugänge, regelmäßige Rezertifizierung und automatisierte Deprovisionierung.

Cloud verschiebt Verantwortung

Der Plattformanbieter kann Infrastruktur und technische Basisfunktionen absichern. Verantwortung für Konfiguration, Rollen, Konten, Protokollierung und Überwachung verbleibt jedoch in wesentlichen Teilen beim Unternehmen.

Leitprinzip: Jede relevante Cloud-Verbindung braucht einen Owner, dokumentierte Sicherheitsanforderungen und nachvollziehbares Monitoring.

KI-Agenten werden privilegierte Akteure

KI-Agenten können Daten lesen, Aufgaben vorbereiten und – abhängig von ihrer Autorisierung – Aktionen oder Transaktionen auslösen.

Drei Fragen: Was darf der Agent sehen? Was darf er tun? Wer kontrolliert seine Aktionen?

Konkretes Beispiel aus 2026

Der SAP Security Patch Day vom Juni 2026 zeigt, warum Authentifizierungs- und Vertrauensgrenzen kritisch sind. SAP veröffentlichte unter anderem CVE-2026-44748, eine kritische XML-Signature-Wrapping-Schwachstelle in der SAML-Authentifizierung von SAP NetWeaver AS ABAP und ABAP Platform.

Primärquelle: SAP Security Patch Day – June 2026

Was du mitnimmst

Was du im Whitepaper konkret erfährst

Die Inhalte sind nicht nach Produktfunktionen, sondern nach den Kontrollschichten aufgebaut, an denen reale Risiken entstehen.

Identitäten & SAP-Berechtigungen
Zentrale Frage

Wer oder was darf auf welche SAP-Prozesse zugreifen?

Was du mitnimmst

IAM, technische Konten, MFA, Rezertifizierung, Deprovisionierung und SoD

Cloud & Shared Responsibility
Zentrale Frage

Wer ist für welche Verbindung und Kontrolle verantwortlich?

Was du mitnimmst

Owner-Modell, Konfiguration, Logging, Monitoring und Schnittstellen-Governance

KI-Agenten &
SAP
Zentrale Frage

Was dürfen autonome digitale Akteure sehen und ausführen?

Was du mitnimmst

Agentenrollen, Autonomiegrenzen, Audit-Trails und Human Approval

Governance & Prüfung
Zentrale Frage

Wie wird aus Sicherheit eine nachweisbare operative Kontrolle?

Was du mitnimmst

Konkreter Prüfpfad, Verantwortlichkeiten und regelmäßig getestete Kontrollen

Praxis-Check

Der SAP-Security-Prüfpfad für 2026

Eine belastbare Bewertung sollte vier Bereiche gemeinsam betrachten.

01

Identitäten

  • Wer hat Zugriff auf welche SAP-Systeme?
  • Welche Konten sind menschlich, welche technisch?
  • Welche Rollen wurden zuletzt fachlich bestätigt?
  • Welche Konten sind inaktiv?
02

Cloud

  • Welche Dienste und Plattformen sind mit SAP verbunden?
  • Wer verantwortet jede Schnittstelle?
  • Wie werden Rollen und Protokolle synchronisiert?
  • Sind Kundenpflichten vollständig definiert?
03

Künstliche Intelligenz

  • Welche KI-Agenten sind produktiv?
  • Welche Daten dürfen sie verarbeiten?
  • Welche Transaktionen können sie selbstständig auslösen?
  • Wo ist menschliche Freigabe verpflichtend?
04

Governance

  • Gibt es ein zentrales IAM- und Rollenmodell?
  • Werden Audit-Trails ausgewertet?
  • Sind Incident- und Wiederanlaufprozesse getestet?
  • Sind Fach-, Security- und Datenschutzrollen getrennt?
Prioritäten

Sechs Maßnahmen, die Unternehmen jetzt priorisieren sollten

Der wichtigste Schritt ist ein Perspektivwechsel: SAP-Sicherheit muss als Steuerung von Identitäten, Cloud-Verantwortung und KI-Autonomie organisiert werden.

01

Identitäten zentral steuern

SAP- und Cloud-Zugriffe in einer gemeinsamen Governance betrachten.

02

Inaktive Konten konsequent schließen

Deaktivierung und Löschung ungenutzter Konten automatisieren.

03

Rollen und Privilegien begrenzen

Rezertifizierung, SoD und technische Sonderrechte gemeinsam prüfen.

04

Cloud-Verantwortung dokumentieren

Owner, Sicherheitsanforderungen und Monitoring je Verbindung festlegen.

05

KI-Agenten kontrollieren

Agentenrollen, Freigabegrenzen und Auditierbarkeit verbindlich definieren.

06

Kontrollen regelmäßig testen

Wiederherstellung, Protokollierung und Notfallprozesse praktisch erproben.

Zielgruppen

Für wen ist das Whitepaper gedacht?

Für Verantwortliche, die SAP-Risiken nicht nur technisch, sondern über Systeme, Identitäten und Verantwortungsbereiche hinweg steuern müssen.

Management IT-Leitung Informationssicherheit Datenschutz SAP-Verantwortliche Interne Revision
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Mach das Unsichtbare sichtbar

Erhalte einen strukturierten Überblick über die wichtigsten Risikoschichten moderner SAP-Landschaften und einen konkreten Prüfpfad für Identitäten, Cloud, KI und Governance.

  • Vier Prüffelder für die systematische Risikobewertung
  • Konkrete Maßnahmen mit klarer Priorisierung
  • Einordnung von Identitäten, Cloud-Verantwortung und KI-Agenten
  • Redaktioneller Stand: August 2026

     

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Über IBS Schreiber

SAP-Sicherheit wird wirksam, wenn Kontrollen prüfbar werden

IBS Schreiber verbindet Prüfungs- und Beratungsexpertise mit SAP-Security-, GRC- und Software-Know-how. Der Fokus liegt darauf, komplexe Anforderungen in prüfbare und operativ wirksame Sicherheitskontrollen zu übersetzen.

Das Portfolio umfasst unter anderem SAP-Security-Prüfungen, Berechtigungsanalysen, SAP Cloud Security, Identity & Access Management, Plattform- und HANA-Risiken, Compliance-Beratung sowie Governance für KI-gestützte Prozesse.

Unsere Kompetenzfelder 
SAP-Sicherheit ganzheitlich betrachten
SAP Security
Identity & Access Management
SAP Cloud Security
Berechtigungsanalysen
Compliance & GRC
KI-Governance
Häufige Fragen

FAQ zur SAP-Sicherheit 2026

Direkte Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Identitäten, Cloud, KI und Governance in SAP-Landschaften.

Was ist 2026 das größte Risiko für die SAP-Sicherheit?

Das zentrale Risiko liegt nicht mehr ausschließlich im SAP-Kernsystem. Besonders relevant sind Identitäten, technische Konten, Cloud-Verbindungen, Schnittstellen und automatisierte digitale Akteure, deren Berechtigungen über Systemgrenzen hinweg wirken.

Warum sind technische Benutzer in SAP besonders kritisch?

Technische Konten laufen häufig dauerhaft, werden seltener fachlich überprüft und besitzen teilweise weitreichende Berechtigungen. Ohne eindeutigen Owner, Lebenszyklus, regelmäßige Rezertifizierung und Monitoring können schwer erkennbare Zugriffspfade entstehen.

Was bedeutet Shared Responsibility für SAP in der Cloud?

Der Cloud-Anbieter übernimmt nicht automatisch sämtliche Sicherheitsaufgaben. Unternehmen bleiben insbesondere für sichere Nutzung, Identitäten, Rollen, Konfigurationen, Protokollauswertung und die organisatorische Kontrolle ihrer Integrationen verantwortlich.

Wie sollten KI-Agenten in SAP abgesichert werden?

KI-Agenten sollten wie hochprivilegierte digitale Identitäten behandelt werden. Datenzugriffe und Aktionen müssen klar begrenzt, protokolliert und überwacht werden. Für besonders risikoreiche Transaktionen sollten menschliche Freigaben vorgesehen sein.

Welche SAP-Security-Maßnahmen haben 2026 Priorität?

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören zentrale Identity Governance, MFA für kritische Zugänge, automatisiertes Deprovisioning, regelmäßige Rollenrezertifizierungen, klar definierte Verantwortlichkeiten für Cloud- und Schnittstellenverbindungen sowie verbindliche Governance für KI-Agenten.

Welche Rolle spielen NIS2 und der EU AI Act?

Die Regelwerke schreiben nicht pauschal ein bestimmtes SAP-Berechtigungsmodell vor. Sie verstärken jedoch – abhängig vom Anwendungsfall – die Bedeutung von Governance, Cybersicherheitsmaßnahmen, Verantwortlichkeit und nachvollziehbaren Kontrollen.

Was enthält das Whitepaper?

Das Whitepaper behandelt Identitäten und Berechtigungen, Cloud und Shared Responsibility, KI-Agenten, Integrations- und Plattformrisiken, Compliance sowie einen vierteiligen Prüfpfad und konkrete Maßnahmen für SAP-Sicherheit 2026.

Quellen & weiterführende Hinweise

Primärquellen zur Einordnung

Whitepaper: „Dein größtes SAP-Risiko 2026 ist nicht das System“ · IBS Schreiber GmbH · Redaktioneller Stand: August 2026.